Wir haben getestet: Neues Läufer-Lokal in Düsseldorf
Bereits im August hat das neue Läufer-Lokal aufgemacht, aber erst heute, an einem Donnerstagabend, kommt unser versiertes Testteam, bestehend aus mir, Martin, Heiko und Sönke ohne Sönke dazu, die Dienstleistungen und Räumlichkeiten unter die Lupe zu nehmen.
Name: O'Reilly's , Mutter-Ey-Str. 1, Düsseldorf
Kategorie: Irish Pub
Benannt ist die Location nach Mike O'Reilly, einem der besten Marathonläufer (2:10:39) , den die Insel je hervorbracht hat. Bleibt abzuwarten, ob die Betreiber der Gastwirtschaft den hierdurch geweckten hohen Erwartungen entsprechen können.
Ort/Erreichbarkeit/Parkplätze/Umfeld
Das Lokal ist sehr nah an der U-Bahn- und Busstation Heinrich-Heine-Allee gelegen und befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Parkhaus. Ein schneller Rückzug bei einer nicht so wahrscheinlichen Bedrohung durch Fußballrowdies ist voll gewährleistet.
Ich bin als erster vor Ort und habe Zeit, mir das Umfeld näher zu betrachten. Die Gaststätte befindet sich an einem kleinen Kirchplatz, der vier Straßen verbindet, aber selbst keinen Namen trägt. An der Treppe der Dominikanerkirche fallen mir Obdachlose auf, weil sie mit anderen Obdachlosen auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes lautstark kommunizieren. Ich merke, bei Beziehungsproblemen wirken diese Personen genau so albern wie Sesshafte und weniger alkoholisierte Gestalten. Gleichwohl: Vor Gott und einem Misanthropen sind alle Menschen gleich.
Eine Säule mit einem kleinen Reiterstandbild ziert den Platz. Ein Ritter mit gezücktem Schwert, der offenbar dem vor ihm knienden besiegten Heiden die Kehle durchsäbeln wird. Vielleicht nichts für Kinder, aber mir gefällt's. Mit Martin hat sich mein erster Begleiter eingefunden. Wir kehren ein.
Inneneinrichtung
Wir finden ein rustikal-gemütliches Ambiente vor, viel Holz, gedeckte Farben, gedämpftes Licht. Die Einrichtung ist gepflegt und sauber. Vor uns befindet sich die Theke; um sie herum verteilen sich Sitzgruppen, die durch halbhohe Sichttrennwände voneinander abgeschirmt sind. Im hinteren Teil gibt es noch eine reizvolle Ecke, die sich für größere Gruppen ohne feste Sitzordnung hervorragend eignet. Die Tische im Kellergeschoss dürften hingegen lediglich für solche Personen attraktiv sein, deren Fokus auf schnellem Alkoholkonsum und unmittelbarer Erreichbarkeit der hier befindlichen Örtlichkeiten liegt.
Da das Lokal heute eher spärlich besucht ist, ist eine Tischzuweisung nicht nötig. Martin sucht uns einen Tisch aus. Die Sitzbank erweist sich als bequem.
Getränke
Nachdem ich Platz genommen habe, will ich mich wie üblich der Weinkarte annehmen; da votiert mein Begleiter für einen Pitcher Kilkenny. Weil in meiner Heimatstadt gute Pitcher geschätzt werden; wir sind amtierender deutscher Baseballmeister; macht mich das neugierig und ich willige ein. Zumal mir die 1,5 Liter angemessen erscheinen. Was die Bedienung im Anschluss serviert, sieht aus wie ein Plastikmessbecher mit Instant-Zitronentee. Leider reicht so ein irischer Biertrunk geschmacklich nicht an Letzteren heran. Sein Alkoholgehalt tröstet über die Enttäuschung hinweg. Was mir zuvor nicht bewusst war: Es gibt nur einen Bierkrug, den ich mir mit Martin teilen soll. Na ja, wird schon gut gehen.
Mit Heiko hat sich nun auch der Dritte unseres Quartetttrios eingefunden, wie immer als Letzter. Er nimmt Platz hinter einer Trennwand und wird von der Bedienung komplett übersehen. Das spricht nicht gerade für hervorragenden Service, doch ich quittiere diesen Mangel mit Schadenfreude. Wir wenden uns der Speisekarte zu.
Essen
Unsere Wahl fällt auf die Kartoffelecken (Fries). Ein einfaches Gericht, von dem wir uns unprätentiösen, ehrlichen Genuss, zusätzlich aber auch Sättigung versprechen. Die Erwartungen werden gesprengt. Wir erhalten akkurat aufschichtete Kartoffelsplitter auf ausladendem Designerteller, dekoriert mit bunten Blätterbeigaben (Salatgarnitur). Der kunstvoll hergerichtete Kartoffelsplitterturm erinnert ein wenig an das Spiel Jenga, allerdings in einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium. Insgesamt ist die uns dargereichte Komposition eine Augenweide, an der man sich nicht satt sehen kann. Das ist das Problem: So sehr das Auge mitisst, der Magen bleibt hungrig. Möglicherweise täte man besser daran, den Fooddesigner wieder gegen einen Küchengehilfen einzutauschen und die Ersparnis in Kartoffeln zu investieren.
Wir ordern einen neuerlichen Krug Kilkenny, um den Ärger vergessen zu machen.
Musik
Die an diesem Abend in wohltemperierter Lautstärke abgespielte Musik verdient eine Belobigung. Songs wie Magic Carpet Ride von Steppenwolf und Somebody to Love von Jefferson Airplane schmeicheln meinen Ohren. Getrübt wird der Ohrenschmaus lediglich durch den Umstand, dass mir meine redseligen Tischnachbarn ständig Konversation aufzwingen und einen ungestörten Musikgenuss unterbinden. Das liegt allerdings nicht in der Verantwortung der Gastwirtschaft.
Essen II
Zweiter Versuch. Vegetarische Nachos: Tortilla Chips und Jalapeños, mit Käse überbacken. Die geben tatsächlich etwas mehr her als die homöopathisch dosierten Kartoffelecken. Die Jalapeños sind würzig scharf. Insgesamt mundet das Gericht. Für stolze sieben Euro darf man das aber auch erwarten.
Darauf einen Pitcher Kilkenny.
FAZIT: Insgesamt eine gemütliche Gaststätte, die sich für einen Plausch bei irischem Bier eignet, während Freunde gepflegten Dinierens weniger auf ihre Kosten kommen. Wer diese Schänke aufsucht, sollte vorher gut gegessen haben. Dies gilt insbesondere für das
*6. Düsseldorfer Runner's World Forumsbesäufnistreffen 2014 *
Wann: ............. Donnerstag, 27.11.2014 ab 19.00 Uhr
Wo: ................ Im Irish Pub O'Reilly's, Mutter-Ey-Str. 1, Düsseldorf
Wer: ............... Sönke sagt, er kommt. Die anderen sind mir eigentlich egal.
Warum: ........... Wir feiern Schmittipaldis sportlichen Fortschritt. Er schafft nun über 3 Stunden am Stück!
Sönke bestellt uns in gewohnt souveräner Manier eine dazu geeignete Ecke des Pubs. NICHT im Keller! M@rtin und Schmittipaldi assistieren und sind dafür verantwortlich, dass Sönke jene richtige Ecke findet...
Und wer sich dazu bemüßigt fühlt, erstellt die Liste.
Bereits im August hat das neue Läufer-Lokal aufgemacht, aber erst heute, an einem Donnerstagabend, kommt unser versiertes Testteam, bestehend aus mir, Martin, Heiko und Sönke ohne Sönke dazu, die Dienstleistungen und Räumlichkeiten unter die Lupe zu nehmen.
Name: O'Reilly's , Mutter-Ey-Str. 1, Düsseldorf
Kategorie: Irish Pub
Benannt ist die Location nach Mike O'Reilly, einem der besten Marathonläufer (2:10:39) , den die Insel je hervorbracht hat. Bleibt abzuwarten, ob die Betreiber der Gastwirtschaft den hierdurch geweckten hohen Erwartungen entsprechen können.
Ort/Erreichbarkeit/Parkplätze/Umfeld
Das Lokal ist sehr nah an der U-Bahn- und Busstation Heinrich-Heine-Allee gelegen und befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Parkhaus. Ein schneller Rückzug bei einer nicht so wahrscheinlichen Bedrohung durch Fußballrowdies ist voll gewährleistet.
Ich bin als erster vor Ort und habe Zeit, mir das Umfeld näher zu betrachten. Die Gaststätte befindet sich an einem kleinen Kirchplatz, der vier Straßen verbindet, aber selbst keinen Namen trägt. An der Treppe der Dominikanerkirche fallen mir Obdachlose auf, weil sie mit anderen Obdachlosen auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes lautstark kommunizieren. Ich merke, bei Beziehungsproblemen wirken diese Personen genau so albern wie Sesshafte und weniger alkoholisierte Gestalten. Gleichwohl: Vor Gott und einem Misanthropen sind alle Menschen gleich.
Eine Säule mit einem kleinen Reiterstandbild ziert den Platz. Ein Ritter mit gezücktem Schwert, der offenbar dem vor ihm knienden besiegten Heiden die Kehle durchsäbeln wird. Vielleicht nichts für Kinder, aber mir gefällt's. Mit Martin hat sich mein erster Begleiter eingefunden. Wir kehren ein.
Inneneinrichtung
Wir finden ein rustikal-gemütliches Ambiente vor, viel Holz, gedeckte Farben, gedämpftes Licht. Die Einrichtung ist gepflegt und sauber. Vor uns befindet sich die Theke; um sie herum verteilen sich Sitzgruppen, die durch halbhohe Sichttrennwände voneinander abgeschirmt sind. Im hinteren Teil gibt es noch eine reizvolle Ecke, die sich für größere Gruppen ohne feste Sitzordnung hervorragend eignet. Die Tische im Kellergeschoss dürften hingegen lediglich für solche Personen attraktiv sein, deren Fokus auf schnellem Alkoholkonsum und unmittelbarer Erreichbarkeit der hier befindlichen Örtlichkeiten liegt.
Da das Lokal heute eher spärlich besucht ist, ist eine Tischzuweisung nicht nötig. Martin sucht uns einen Tisch aus. Die Sitzbank erweist sich als bequem.
Getränke
Nachdem ich Platz genommen habe, will ich mich wie üblich der Weinkarte annehmen; da votiert mein Begleiter für einen Pitcher Kilkenny. Weil in meiner Heimatstadt gute Pitcher geschätzt werden; wir sind amtierender deutscher Baseballmeister; macht mich das neugierig und ich willige ein. Zumal mir die 1,5 Liter angemessen erscheinen. Was die Bedienung im Anschluss serviert, sieht aus wie ein Plastikmessbecher mit Instant-Zitronentee. Leider reicht so ein irischer Biertrunk geschmacklich nicht an Letzteren heran. Sein Alkoholgehalt tröstet über die Enttäuschung hinweg. Was mir zuvor nicht bewusst war: Es gibt nur einen Bierkrug, den ich mir mit Martin teilen soll. Na ja, wird schon gut gehen.
Mit Heiko hat sich nun auch der Dritte unseres Quartetttrios eingefunden, wie immer als Letzter. Er nimmt Platz hinter einer Trennwand und wird von der Bedienung komplett übersehen. Das spricht nicht gerade für hervorragenden Service, doch ich quittiere diesen Mangel mit Schadenfreude. Wir wenden uns der Speisekarte zu.
Essen
Unsere Wahl fällt auf die Kartoffelecken (Fries). Ein einfaches Gericht, von dem wir uns unprätentiösen, ehrlichen Genuss, zusätzlich aber auch Sättigung versprechen. Die Erwartungen werden gesprengt. Wir erhalten akkurat aufschichtete Kartoffelsplitter auf ausladendem Designerteller, dekoriert mit bunten Blätterbeigaben (Salatgarnitur). Der kunstvoll hergerichtete Kartoffelsplitterturm erinnert ein wenig an das Spiel Jenga, allerdings in einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium. Insgesamt ist die uns dargereichte Komposition eine Augenweide, an der man sich nicht satt sehen kann. Das ist das Problem: So sehr das Auge mitisst, der Magen bleibt hungrig. Möglicherweise täte man besser daran, den Fooddesigner wieder gegen einen Küchengehilfen einzutauschen und die Ersparnis in Kartoffeln zu investieren.
Wir ordern einen neuerlichen Krug Kilkenny, um den Ärger vergessen zu machen.
Musik
Die an diesem Abend in wohltemperierter Lautstärke abgespielte Musik verdient eine Belobigung. Songs wie Magic Carpet Ride von Steppenwolf und Somebody to Love von Jefferson Airplane schmeicheln meinen Ohren. Getrübt wird der Ohrenschmaus lediglich durch den Umstand, dass mir meine redseligen Tischnachbarn ständig Konversation aufzwingen und einen ungestörten Musikgenuss unterbinden. Das liegt allerdings nicht in der Verantwortung der Gastwirtschaft.
Essen II
Zweiter Versuch. Vegetarische Nachos: Tortilla Chips und Jalapeños, mit Käse überbacken. Die geben tatsächlich etwas mehr her als die homöopathisch dosierten Kartoffelecken. Die Jalapeños sind würzig scharf. Insgesamt mundet das Gericht. Für stolze sieben Euro darf man das aber auch erwarten.
Darauf einen Pitcher Kilkenny.
FAZIT: Insgesamt eine gemütliche Gaststätte, die sich für einen Plausch bei irischem Bier eignet, während Freunde gepflegten Dinierens weniger auf ihre Kosten kommen. Wer diese Schänke aufsucht, sollte vorher gut gegessen haben. Dies gilt insbesondere für das
*6. Düsseldorfer Runner's World Forumsbesäufnistreffen 2014 *
Wann: ............. Donnerstag, 27.11.2014 ab 19.00 Uhr
Wo: ................ Im Irish Pub O'Reilly's, Mutter-Ey-Str. 1, Düsseldorf
Wer: ............... Sönke sagt, er kommt. Die anderen sind mir eigentlich egal.
Warum: ........... Wir feiern Schmittipaldis sportlichen Fortschritt. Er schafft nun über 3 Stunden am Stück!
Sönke bestellt uns in gewohnt souveräner Manier eine dazu geeignete Ecke des Pubs. NICHT im Keller! M@rtin und Schmittipaldi assistieren und sind dafür verantwortlich, dass Sönke jene richtige Ecke findet...
Und wer sich dazu bemüßigt fühlt, erstellt die Liste.
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