mardi 28 juillet 2015

Frage Trainingsgestaltung 14km

Hallo zusammen

Zu mir 31j, 81kg,182

Ich bin seid 6monaten 3-4 mal die Woche im Fitnessstudio aktiv.Hauptsächlich Krafttraining.Laufe seid etwa 1 Jahr gelegentliche,im Durchschnitt würde ich sagen 1mal die Woche etwa 3-6km.
Meine momentane Bestzeit 5km in 28.07min

Ich will am 25.07.2016 am 14km Lauf teilnehmen und frage mich wie ich mein Training gestalten soll?

Meine Überlegung. :
3 Traningsperioden a 16 wochen + 4wochen
Regeneration/ruhe Tage bei leichten Verletzungen.

Die Intensität der ersten Traningsperiode wird angepasst am momentane Bestzeit.
Und der zweite am Ergebnis vom ersten.usw

Wie soll ich denn Umfang der
Traningsperioden auswählen ?
5km - 10km - 14km
10km - 14km - 14km
14km - 14km 14km
10km - 21km - 14km

Oder was würdet ihr mir vorslagen?

Mfg


Frage Trainingsgestaltung 14km

Nürburgring-Lauf oder mein Lauf duch die grüne Hölle 2015

Hallo an alle, ich bin ein begeisterter Leser hier im Forum. Jetzt habe ich mich auch endlich registriert und wollte als ersten Post meinen Laufbericht vom Nürburgring-Lauf 2015 veröffentlichen.

Kurz zu mir, ich bin 37 Jahre jung :-) und laufe jetzt seit ca. 3 Jahren. Meine bevorzugte Wettkampfdistanz ist HM aber auch was es so drum herum gibt. Wie z.B. Nürburgring mit 24,4Km. Oder auch mal einen Wettkampf über 10Km.

Laufbericht Nürburgring-Lauf 25.7.2015
Das war jetzt mein 2. Lauf am Nürburgring. 2014 bin ich einen Tag davor angereist und habe noch schnell 5 Runden auf der Nordschleife mit dem Auto gedreht bevor es am Samstag dann mit den Laufschuhen auf die Rennstrecke ging. Am Ende habe ich für die 24,4Km 2Std.und 36min gebraucht. Meine angepeilte Ziel zeit von 2:30 habe ich also verpasst und so kam mir schon im Zielbereich der Gedanke, nächstes Jahr komme ich wieder.



2015 habe ich mich erst recht spät entschlossen am Nürburgring zu laufen da mein Training am Anfang des Jahres seht schleppen verlief. Als ich aber dann am Trollinger Halbmarathon in Heilbronn 1:46 gelaufen bin habe ich wieder Feuer gefangen. Ich habe mich dann auf die Suche nach einer Unterkunft gemacht was sich als nicht so einfach herausstellte. Ok ich sichere mir erst mal einen Startplatz und ein Zimmer wird sich dann schon finden. Aber an diesem Tag hatte ich nur Pech. Meine Onlineanmeldung war nicht möglich und eine Faxanmeldung ging auch nicht. Vielleicht soll es ja nicht sein habe ich mir gedacht und das Thema Nürburgring-Lauf war eigentlich für 2015 abgehakt.
Bei einem Trainingslauf kam mir das Thema Nürburgring wieder in den Sinn. Ich hatte also doch noch nicht ganz damit abgeschlossen. Währen ich dann da so vor mich hin Trappte kam mir die Zündende Idee. Ich Reise Samstag morgens an, da brauch ich schon keine Zimmer. Und das die Fahrt von 320Km nicht so eintönig wird nehme ich noch einen Kollegen mit der aber Fahrradfahrer ist. Aber dann dem gleichen Wochenende ist ja Rad am Ring und Nürburgring Fan ist er auch, also sollte was für ihn dabei sein. Nach dem Training gleich mal eine Mail an den Kollegen rausgehauen und siehe da er war nicht abgeneigt. Es ließ sich auch gleich noch ein weiterer Kollege für den Ausflug zum Nürburgring gewinnen. Dieses mal hat es dann auch mit der Onlineanmeldung geklappt.



Also machten sich ein Läufer, zwei Mountainbiker, 2 Mountainbikes und ein Paar Laufschuhe am Samstag den 25.7. auf den Weg zum Nürburgring. Abfahrt war 4 Uhr morgens da wir nicht genau wussten wie groß der Andrang ist und ich auch noch meine Startunterlagen abholen musste. Um 8:45 Uhr ist der Start für den Nürburgring-Lauf angesetzt, sollte also reichen. Die Anreise verlief ohne Probleme, so früh ist ja auch noch nichts los. Um 7:15 Uhr waren wir dann am Ring. Und siehe da, richtiges Eifelwetter. Dunkle Wolken , nur 15 Grad und viel Wind! Super!! Ich machte mich gleich auf den Weg in die Box um meine Startunterlagen abzuholen. Lief alles Reibungslos und schnell so das wir auch noch Zeit hatte etwas zu essen. Als wir dann so in der Box Standen fing es an zu Regnen. Dazu kam noch der Wind so das der Regen fast quer daher kam. Ich hatte ja noch 45min bis zum Start. Da kann sich in der Eifel Wettertechnisch schon noch was tun. Und so war es dann auch. 15 min vor dem Start habe ich meinen Rucksack abgegeben und da hatte der Regen schon aufgehört.
Punkt 8:45Uhr fiel der Startschuss und knapp über 1000 Läufer machten sich auf den Weg durch die grüne Hölle. Die ersten 3 Kilometer gehen über den Grand Prix Kurs wo sich die Teilnehmer von Rad am Ring eingerichtet haben. Einige kamen verschlafen aus ihren Zelten, konnten sich aber gleich aufraffen die Läufer anzufeuern. Die Stecke ist sehr Breit und so gibt es genug Platz für jeden. Ich habe den Start langsam angehen lassen da ich ja wusste was noch auf mich zukommt.
Als es non der Rennstrecke auf die Nordschleife ging , gab es die erste Verpflegungsstation die ich aber erst mal ausgelassen habe. Ab jetzt geht es erst mal die meiste Zeit Bergab. Es kamen die Streckenabschnitte Hatzenbach, Hocheichen, Quiddelbacher Höhe, Flugplatz und Schwedenkreuz. Zwischen Flugplatz und Schwedenkreutz warteten auch schon meine 2 Kollegen die mit mir angereist waren um mich anzufeuern. Bis Kilometer 6 lief alles ganz ordentlich mit einem Schnitt von 5:05min/Km. Es kam der Abschnitt Fuchsröhre den ich wie die Top Rennwagen auch voll gelaufen bin!! :-) Auf den nächsten Kilometern konnte ich noch zulegen und lief eine Pace von um die 4:45min/Km. Der harte Teil kommt ja erst noch. Am Adenauer Forst traf ich dann auch wieder auf meine Kollegen, das sollte aber auch das letzte mal sein das ich sie vor dem Ziel sah. Ich versuchte also auf den kommenden Bergabsücken noch etwas Zeit gut zu machen. Es ging über die Abschnitte Metzgersfeld, Kallenhard in Richtung Breitscheid, den tiefsten Punkt des Laufs. In Breitscheid ist Kilometer 11 den ich in 54min 56sek passierte. Für den ersten Abschnitt war das OK. Aber jetzt sollte erst der schwere Teil beginnen. An dem Stück Ex-Mühle sagte noch ein Läufer neben mir „endlich Berge“. Ob er wusste was jetzt kommt habe ich nicht gefragt. Die nächsten 5Km ging es nur Bergauf über die Abschnitte Bergwerk, Kesselchen, Klostertal, Karussel und nochmal steiler hinauf zur Hohen Acht. Ich musste den langen anstieg 3 mal eine schnelle geh pause einlegen. An der Hohen Acht angekommen gab es erst mal eine Verpflegungsstation die ich nicht auslassen konnte. Es war schon ein hartes Stück Arbeit.
Jetzt war das schwerste stück geschaft und ich brauch die Geschichte nur noch heimlaufen habe ich mir gedacht. Aber das ständige auf und ab über die Streckenabschnitte Wippermann, Eschbach, Brünnchen Pflanzgarten und Schwalbenschwanz forderten mich mehr als gedacht. Beim einbiegen auf die Gerade der Döttinger Höhe kommen schon noch mal Zweifel auf ob es sein musste Teilzunehmen. Aber dann Arschbacken zusammen und durch. Wie lange so eine Gerade sein kann ist schon unglaublich!!!!! Nach der Döttinger Höhe gab es an der Antoniusbuche nochmal eine Verpflegungsstation wo man von den Helfern nochmal auf die letzten Kilometer eingeschworen wurde. Mit den Aufmunternden Worten der Helfer fachte auch bei mir wieder der letzte Funke auf. Noch ein Schluck Wasser und dann wieder anlaufen. Die Beine waren schwer wie Blei aber ich erinnerte mich an ein Statusfenster auf meinem Handy als ich eine Aktivität vorzeitig beenden wollte „aufgeben ist keine Option“!! Und so Kämpfte ich mich über Tiergarten zur Startzielgerade wo dann auch der Zieleinlauf war.



Total erschöpft aber Glücklich habe ich dann in 2 Stunden 17 Minuten 59 Sekunden das Ziel erreicht



Persönliches Ziel erreicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!



Im Fahrerlager traf ich dann auch wieder auf meine sehr dreckigen Kollegen. Die aber auch gleich sagten „das können wir aber nächstes Jahr schon wieder machen“! Wir habe uns dann noch ein Eifelsteck (Currywurst mit Pommes) gegönnt und uns dann auf unseren 320Km langen Heimweg gemacht.



Es war trotz des nicht ganz so schönen Wetters eine tolle Veranstaltung die ich jedem empfehlen kann.

Gruß A1910 (Andreas)


Nürburgring-Lauf oder mein Lauf duch die grüne Hölle 2015

Neues Laufbuch: Lothar Pöhlitz / Jörg Valentin

Trainingspraxis Laufen
Beiträge zum Leistungstraining

von Lothar Pöhlitz / Jörg Valentin
Meyer & Meyer-Verlag
Erscheinungstermin: 29. Juni 2015
Broschiert - 520 Seiten
ISBN: 3898999815
EUR 34,95

siehe auch: Das große Laufbuch von Lothar Pöhlitz - Neuerscheinung - Leichtathletik Coaching-Academy

Habs gerade bekommen, dicker Schinken, wie die Laufbibel, und stinkt ziemlich, sind so Hochglanzseiten.
Mal gucken, werde berichten ...


Neues Laufbuch: Lothar Pöhlitz / Jörg Valentin

Faltblätter für Lauftreff drucken lassen

Hallo Gemeinde,

unser Leuftreff würde gerne ein bisshcen Werbung machen, um neue Mitglieder zu bekommen.
Hatten an ein Flyer gedacht. Im Netz habe ich nun Druckdiscount24.de gefunden - die machen einen guten Eindruck.
Hat da von euch schonmal jemand was bestellt?

Gruß Frank


Faltblätter für Lauftreff drucken lassen

Netzabdeckung

Gibt es eine App, die die Netzabdeckung an der gelaufenen Strecke aufzeichnet?
Hintergrund: während meiner telefonischen Rufbereitschaft (innerhalb von 90 Min müsste ich im Fall der Fälle an der Dienststelle sein) würde ich gerne laufen. Da dies nun auch in abgelegeneren bergigen Ecken stattfindet, wäre es hilfreich, die Strecken herauszufinden, die vom Netz abgedeckt werden, damit ich auch telefonisch erreichbar bin.


Netzabdeckung

24 h-Lauf Dettenhausen "Ich habe es dir schon hundertmal gesagt....

.....so läuft das nicht weiter mit uns.“

„Nur noch ein einziges Mal, dann höre ich auf damit kommt meine halbherzige Antwort. Nein es ist nicht ein Dialog mit meiner besseren Hälfte die mir wegen einer schlechten Angewohnheit in den Ohren liegt, sondern die unmißverständlich letzte Aufforderung meines Schweinehundes sich in seiner aussichtslosen Lage Gehör zu verschaffen. Er müsste mich eigentlich besser kennen. Gegen meinem teuflischen Widerpart hatte er schon öfter eine harte Nuss zu knacken. Also weiter. Irgendwann ist auch der längste Tag zu Ende und mehr als 24 Stunden hat auch der 24-Stunden Lauf von Dettenhausen nicht. Noch einmal eine Runde rum, bevor die Zeitmessung abgebaut wird.


Was soll das bedeuten. 24 Stunden. Immer wieder das gleiche tun. Eine Runde. Noch eine Runde. Immer wieder die gleiche Strecke. Jede etwas mehr als 1,65 km lang. Wieso macht man sowas? Wie kommt man überhaupt auf so eine Idee? Durch teuflische Albträume die von meiner Vernunft Besitz nahmen. So könnte mein Alibi für diese wahnsinnige Laufunternehmung lauten. Nach meinem erfolgreichen Gipfelsturm im Himalaya http://ift.tt/1IFaoGD, döste ich auf der Heimfahrt mit den letzten Gedanken einer neuen läuferischen Herausforderung ein. Als ich wieder die Augen aufschlug stichelte mein Begleiter über meine zeitweilige Abwesenheit auf dem Beifahrersitz. Worauf ich mich, völlig von mir selbst verblüfft, sagen hörte: „Also eigentlich bin ich ja jetzt in Radebeul keine 4 Stunden gelaufen, obwohl die Möglichkeit gewesen wäre. Diese Erfahrung fehlt mir also immer noch.“ „Dann musst du nach Dettenhausen“, kam die prompte Antwort. Und damit brannte die Lunte.

Den 24 Stundenlauf von Dettenhausen gibt es seit 2005. Die Veranstaltung wird ganz alleine von den Vereinsmitgliedern gestemmt und ist, man glaubt es kaum, gratis. Trotzdem ist eine Teilnahme hier nicht umsonst, sondern kostet. Nämlich ordentlich Körner und Willenskraft. Aber es lohnt sich die Grenzen für Körper und Geist auszuloten und Runde um Runde zu verschieben. Diese werden über eine elektronische Zeitmessung erfasst, von einem örtlicher Sponsor bereitstellt. Im Start/Zielbereich am Vereinsheim ist auch die Wasserausgabe. Hier bekommt jeder einen mit seiner Startnummer beschrifteten Plastikbecher,der über 24 Stunden unermüdlich nachgefühlt wird. Was Körper und Geist während dieser Zeit sonst noch verlangen könnte liegt in der Eigenverantwortung. Und so werden auch schon fleißig Campingtischchen aufgebaut als ich um 8:30 Uhr vor Ort eintreffe. Außer den 276 Einzelläufern sind noch 29 Teams mit 328 Mitgliedern angemeldet, die rund um das Vereinsgelände und an der Strecke ein Plätzchen suchen. Einige ganz komfortabel mit Wohnmobil, Schlaf- und Versorgungszelten. Schlafen! Habe ich nicht vorgesehen. Denn soweit kenne ich mich. Schlafen ist keine Option. Da halte ich es für die nächsten 24 Stunden mit dem alten Bundeswehrkalauer: 'Ein Soldat ist immer im Dienst und schläft niemals, er ruht lediglich.' Aber auch die Binsenweisheit: 'Ohne Mampf, kein Kampf.' Also habe ich kulinarisch einiges aufgefahren. Süsses und Salziges, dazu die klassischen Bananen, Äpfel und Kartoffeln. Jede Menge Powerriegel und eingedickte Paste und Elaste in kleinen Kunststofftüttchen. Dazu 2 Liter Cola, 1,5 liter Iso und ein eingedoster roter Stier zur sofortigen 'Hallo Wach' Infusion falls die Maschine plötzlich auf Notprogramm geht.

Der Aufbau meines leicht dekadenten Basislager erfolgt akribisch. Streng strukturiert werden die Inhalte meiner beiden großen Transportkörbe angeordnet. Akkurat aufgereiht stehen Schälchen an Schälchen, eine Waschschüssel mit Schwämmchen und all die harten legalen Kampfmittel gegen muskuläre und mentale Ermüdung. Und natürlich geheime Wunderwaffen gegen alle nur denkbaren Wehwechen läuferischen Ungemachs. Dazu 2 Paar Schuhe und Textilien zum wechseln. Unentwegt gibt es räumliche Verbesserungsanordnungen bis Perfektion erlangt ist.Upps, so langsam wird die Zeit knapp bis zum Start. Schließlich muss ich auch noch meine Rennmontur anlegen. Es ist Gottseidank nicht so heiß wie die vergangenen Tage. Unter 30 °, bedeckter Himmel und leichter Wind wirken geradezu angenehm. Ich entscheide mich trotzdem für ein weitgeschnittenes Singlet zur kurzen Büx und den Seniorenstrümpfen. Das Oberteil ist kein angeberisches Ultra-Finishershirt, sondern das vom Stuttgarter Zeitungs-Halbmarathon 2009 Meinem allerersten Wettkampf überhaupt. Heute also mal ohne Motivationshilfen wie Motto-Shirt, rotemTeufel oder meinem Bewährungshelfer der Baden-Würrtemberger Freigänger, die mich in Radebeul mental über die Runden brachten. Es muss psychologisch reichen das ich vorlaut meine heutigen Laufziele öffentlich über die örtliche Yello-Press hinausposaunt habe. Die Zahl 100 spielt dabei eine wesentliche Rolle. Ob als Mindestgrenze für die Gesamtkilometer oder gar als Höchstmaß in der Einheit Runden oder Meilen lass ich mir als Hintertürchen wenigstens offen. Wobei alles andere als letzteres, letztlich mein verwöhntes Ego nicht befriedigen würde. Soviel stand fest.

Jetzt aber so langsam zum Start. Sind ja nur noch knapp 5 Minuten. Ähem eigentlich kann man ja jederzeit starten. Also theoretisch auch noch morgen um kurz vor 10. Ja, kein Witz. Sogar eine spontane Nachmeldung zum Lauf ist, für im wahrsten Sinn des Wortes, Kurzentschlossene, während der gesamten 24 Stunden möglich. Ob einige diesen Service nutzen, keine Ahnung. Ich spaziere nun doch ein letztes Mal ins nahe gelegene griechisch bewirtschaftete Vereinsheim und bringe Poseidon ein Opfer dar. Um mich wenige Sekunden vorm Start unter die entspannt hinter dem Start-Ziel Banner versammelte Meute zu mischen und dann zum ersten Mal über die beiden nacheinander platzierten Bodenkontakte der Zeitmessung zu laufen. Es geht wenige Meter nach der Wasserverpflegungsstelle rechts, auf die stetig steigende Gerade einer Asphaltstrasse, die zum nahe gelegenen Tennisheim führt. Aha, dass sind Sie also die angekündigten 8 Höhenmeter jeder Runde. Eigentlich nicht der Rede wert. Aber ich vergleiche das mal mit den Stundenläufen von Schmide, die ich schon auf dem Kerbholz habe. Da musste in jeder Runde eine Brücke mit ca. 5 Meter Höhendifferenz überwunden werden. Und dies führte dann früher oder später dazu, dieses Stück zu gehen. Ich bin also vorgewarnt.

Ähnlich wie auf Rennstrecken wurden die Streckenabschnitte bezeichnet. Dieser hier nennt sich 'Eckberg-Gerade'. Das Schild zeigt einen Läufer der inmitten einer oszillierenden Pulskurve läuft. Ich weiß nicht mehr wie oft ich dieses und die nachfolgenden Schilder in den folgenden Stunden gelesen habe. Die „Eckberg-Gerade“ endet nach ca. 250 m. Vor einer Baustellenabsperrung, geht es links am Waldrand weiter. Ein kurzer naturbelassener, teils asphaltierter Stich führt hinauf zum „Monte Schützenhaus“, mit 437 m der höchste Punkt der Strecke. Kaum ist das Schützenhaus passiert, befindet man sich auch schon auf dem „Holzweg“. Dies ist ein Wiesenweg am Waldrand der vom Verein letztes Jahr großzügig mit neuem Rindenmulch belegt wurde, um dem Matschfaktor nach Regengüssen zu minimieren. Dieser Abschnitt wird mich noch zur Verzweiflung bringen. Stetig leicht bergab geht es die nächsten 300 Meter, ehe man sich versieht ist man im „Im kalten Loch“. Hier geht es vom entferntesten Punkt zurück über den Schinderbuckel, eine eigentlich unerhebliche Erhebung. Mein Schweinehund wird um diesen Katzenbuckel aber noch viel Aufhebens machen und mich dort ein ums andere Mal mental ausbremsen Eine großflächigen Wiesenlandschaft namens Sauwasen bin ich nun zur Hälfte rumgesaut. Zurück zum Stadion geht es auf eineraa Anwohnerstrasse, die rechter Hand von Einfamilienhäusern, einem Gewerbebetrieb und dem Gebäude des Fördervereins Tierhilfe Hoffnung gesäumt wird. Auf dem dort geparkten Fuhrpark, prangt das Logo, bestehend aus der Rückenansicht eines Hundes und einer Katze, vor einem Sonnenaufgang umarmend. Für mich einen Geschmack zu triefend und schwülstig das Ganze. Was soll's. Augen zu und weiter. Bis vor zur Schreinerei. Dort steht visavis das rote Zelt der Kusterdinger. Jetzt eine scharfe links-rechts Kombination und ich bin an meinem Ruhe- und Vesperplatz angekommen. Es geht weiter entlang der Campingfraktion, hinein ins „Tempodrom“. So nennt sich der letzte Abschnitt. Eine halbseitige Umrundung des Fußballfeldes auf einem schmalen Asphaltband. Linker Hand ein Metallgeländer. Spitzkehrend geht es dem Rundenende entgegen, dabei Werbebanner der örtlichen Laufunterstützer und den Biergarten des Vereinsheims nebst Spielplatz passierend. Dann trete ich auch schon meine nächste Runde mit Füssen.Neuneinhalb Minuten für die erste Meile. Garmin ermittelt daraus einen exakten 6er Kilometerschnitt. Viel schneller sollte ich auf keinen Fall werden.

Die digitale Bildschirmanzeige ist noch nicht aufgebaut. So hoffe ich mal, dass die Runde ordnungsgemäß verbucht wurde. Vorsichtshalber versuche ich im weiteren Rennverlauf so oft wie möglich eine der beiden Bodenkontakte zu treffen. Die schnellsten Teams haben schon gewechselt. Es gibt nämlich grundsätzlich 2 Taktiken die zum Rennerfolg führen. Große Teams mit vielen schnellen Teilnehmern wechseln sehr häufig durch. Andere, vornehmlich die Grüppchen, die das Ganze auch unter dem Gesichtspunkt des Gemeinschaftserlebnisses mit ihrer Familie oder dem Freundschaftskreis sehen, lassen ihre Starter möglichst lange durchlaufen. Originelle Namen sind am Start: 'Die wo weit saua wellet, Läuft bei uns, Die schnellen Schnittchen, Running Gag und 'Die glorreichen Sieben', die passender Weise am Ende Siebte werden. Auch bei mir folgen glorreiche 7 Runden, in denen vorne die 5 bei der Pace stehen bleibt. So langsam sollte ich langsam machen denke ich mir noch, als ich überholt werde. Die Läuferin dreht sich um und mustert meine Startnummer. 88. Egal, da kann ich mich heute noch so oft drehen und wenden. „Ach der Schauläufer“ werde ich angesprochen, „dich hab ich vorhin gefragt ob neben dir noch ein Plätzchen für meinen Stand frei ist. Da hattest du aber noch keine Startnummer dran, deshalb wusste ich nicht das du das bist“. Mir dämmert, es handelt sich um Rennschnecke. Die in unserem Landschaftsläuferfaden vor ein paar Tagen gepostet hat. Im Laufen streckt Sie mir die Hand rüber. „Schön dich kennen zulernen.“ Wir laufen ein Stück zusammen. Aber unser Tempo paßt nicht zusammen. Ich müsste zulegen. Das gelingt mir heute nicht wirklich. Ganz uncharmant bleibe ich zurück und lasse Sigrid erst mal ziehen. Der Tag ist noch lang und damit bleibt noch genügend Zeit um unseren jäh abgebrochenen Small Talk später fortzusetzen.

Allmählich setzt Routine ein. Hoch zum Schützenhaus kreuchen, über den holprigen Schnitzelhack talwärts rollen, entlang des gut situierten Wohngebiets vorbei bummeln bis zu den Tierrettern, an meinen Freßnäpfen und dem winkenden Gartenstuhl vorbei, halb um das Gatter des Bolzplatzes herum, an den verlockenden Würstchenschwaden des Griechengrillers vorbei und zuletzt am Wasserloch den numerierten Becher suchen, da mir die Mundschenke dort nicht annähernd das Wasser reichen können. Upps Fettnäpfchenalarm. Ich meine natürlich, dass es aus organisatorischen Gründen schlichtweg unmöglich ist. Ich habe die logistische Meisterleistung bewundert, wie reibungslos zahllose Hände unermüdlich werkeltenund zu jeder Tages- und Nachtzeit gut gelaunte Helfer anzutreffen waren.

Wie ich leider schon nach ca. 10 km feststellen musste, waren meine Beine heute alles andere als gut gelaunt. Von Anfang an sollte ich es schwer haben mit deren Unterstützung für mein wagemutiges Vorhaben. Es begann mit Fersenschmerzen, die zunehmend nervten. Ich hatte meine Hokas untergeschnallz um der fortschreitenden Ermüdung, durch den Hooverkrafteffekt, solange wie möglich Paroli zu bieten. Um den Papierstreifen mit dem Erfassungschip ordnungsgemäß am Schuh mit Schnellschnürrsystem befestigen zu können, hatte ich diesen kunstvoll mit 2 Kabelbindern festgezurrt. Da ich inzwischen auch schon mindestens 2 Kilo Hackschnitzel von der Strecke aufgesammelt hatte, hoffte ich mit einer Schuhdemontage, Entleeraktion und angepaßter Wiedermontage den Fersen-mecker in den Griff zu bekommen. Aber irgendwie lief es auch danach nicht rund im Rund.

Weiter. Zähnen zusammenbeißen. Schmerz ignorieren. Runde für Runde denken. Stunde für Stunde gedanklich angehen. So hangele ich mich zu Kilometer 30. Gerade 3 Stunden sind nun um. Also ein Achtel. Falscher Ansatz für die Psyche. Nur noch 10 km bis 40 und damit ein Viertel der geplanten Kilometer. Auch wer Meilen laufen will denkt gewohnheitsmäßig in Kilometer. Um mich abzulenken unterziehe ich meine Mitläufer einer genaueren Musterung. Da sind natürlich auch Walker dabei. Deren bekanntester heißt Horst Preisler, ist zarte 79 Jahre alt und auf dem Weg zu 1800 Marathons. Kommt Zeit , kommt Marathon. Ich begegne der Begegnung mit diesem Marathonsammler-Urgestein mit einem Zwiespalt aus läuferischer Bewunderung und mitleidsvoller Verwunderung, in Anbetracht der stetig leicht nach links geneigten wandernden Erscheinung. Und dann sind da noch die echten Walker, die ganz bewußt am Stock gehen. Mal links, mal rechts, stockend voranbewegen. Man kann die Hände aber auch anderweitig beschäftigen. So wie eine Geherin, die 2 grüne Kunststoffreifen spazieren trägt.*http://ift.tt/1HXCoSa mit diesen Reifen besser „roifeln?“(O-Ton, z.dt. Laufen). Vielleicht würde es bei mir auch runder laufen mit diesen runden Wundermitteln. Und ich durch die schwingenden Ringe zum „Herr der Ringe“ aufsteigen.

Die Marathondistanz rückt näher. Auf dem Weg dorthin hat leichter Schauer gut getan und für die nötige Kühlung gesorgt. Eigentlich gibt es nichts zu klagen. Aber ich hadere mit meinen müden Knochen. Habe ich zuviel Trainingskilometer gemacht? Habe ich zu spät die Beine hochgelegt? Das, das heute kein Spaß wird war mir klar. Aber das ich mich jetzt schon so quäle. So ein Marathon geht doch eigentlich immer. Ich laufe eher missmutig und als ich mal wieder Sigrid überhole wechsle ich auch nur ein paar Worte, um dann mein zu diesem Zeitpunkt schnelleres Tempo beizubehalten. Immerhin erfahre ich im Zeitraffer einen netten Fauxpaß der mir in meiner Sammlung noch fehlt. Am Start ohne Laufschuhe. Nein keine Schadenfreude. Vielmehr Bewunderung für ihre souveräne Problemlösung, einfach vor Ort Leihschuhe anzumieten. Kenne ich schließlich vom Skifahren. So hat man immer die neuesten Modelle und kann verschiedene Typen ausprobieren. Vielleicht liegt darin die Zukunft. Wettkämpfe mit Laufschutests zu verbinden. Für eine geringe Nutzungspauschale oder Startgebührzulage könnten die Hersteller ihre neuesten Modelle unter harten Praxisbedingungen testen lassen. Und Siegkandidaten könnten hinterher als Werbeikonen fungieren und dafür gesponsert werden. Eine echte Win-win-Strategie sozusagen. Vielleicht sollte ich mir dieses Startup-Konzept patentieren lassen.

Irgendwie und sowieso geht es weiter. Stetig voran und doch ohne nennenswerten Raumgewinn. In der Gewohnheit liegt Gelassenheit. Erst ein Marathon vernichtet. In einer Zeit wie Sie in nächster Zeit nie wieder kommen wird. 4 Stunden 20. Wenn das so weitergeht bis morgen früh, ja früh..... Aber es ist sonnenklar, dass es wie beim Bierzeltklassiker einen jähen Absturz geben wird, sollte ich mich nun nicht endlich nachhaltig einbremsen. Zumal nun, wie ein mahnendes Zeichen, auch noch die Sonne rauskommt. Zum Glück, denke ich, war ich trotz muckender Beine schon fleißig unterwegs. Denn was für Schafe gilt, gilt auch für gesammelte Kilometer oder Meilen: Man sollte sie so früh wie möglich in trockenen Tüchern haben.

Damit ich nicht allzu sehr austrockne muss ich nun regelmäßig innerlich und äußerlich dem Körper ausreichend Wasser zuführen. An meiner privaten Wellneßoase ist ja ein kleines 'Vogelbad' aufgebaut, wo ich meine beiden Schwämme eintunken kann. Diese dann in den Nacken geklemmt helfen meinen erhitzten Dötz herunterzukühlen. Dazu gibt es noch eine Freiluftdusche. War am Morgen dort nix los, so herrscht nun ein richtiger Andrang mit Wartezeit. Natürlich ist es auch für die vielen Kinder, die hier tapfer ihre Runden drehen, ein Riesenspaß hier ein bißchen Wasserspiele zu machen. Das ist auch so ein tolles Erlebnis bei dieser Veranstaltung. Viele Kinder und Jugendliche die fleißig Kilometer um Kilometer, Runde um Runde, gehend oder laufend absolvieren und sich dabei gut gelaunt unterhalten. Und von anderen bekannten Grüppchen oder Familienmitgliedern zusätzlich Unterstützung und Motivation erfahren.

Nach Erreichen der Marathondistanz war ich des innerlichen herumjammerns meines weicheiigen Schweinehundes überdrüssig. Die französischen Ballonreifen mussten runter. Dazu musste die erste Zwangspause an der „Tank und Rast“ Station eingelegt werden. Und Schauläufer mahnte sich selbst. Vergiß den Papierstreifen nicht. Sonst wird das alles für die Katz. Nun gut. Massakrierwerkzeug für störrische Kabelbinder hatte ich nicht eingepackt. Aber wozu hat man nach alter Pfadfindermanier ein Taschenmesser dabei. Nur sollte man damit auch umgehen können. Ich kämpfe jedenfalls schon etliche Minuten mit der 'Widerspenstigen Zähmung' bis es mir zumindest gelingt meinen rechten Zeigefinger aufzuschlitzen. Der zweite der beiden Plastikbänder zeigt sich unbeeindruckt von der „Rocky Horror Pucture Show“ und steht weiterhin tapfer seinen Mann. Halleluja, sollte ich nun meine ambulante Notfalleinrichtung ihrem Verwendungszwecke zuführen müssen? So kam es mir in den Sinn nachdem ich erfolglos Blut geleckt habe. Wenn ich es nur endlich schaffen würde den festgezurrten Streifen abzuschnippeln, ohne dabei Papierschnitzel zu produzieren. Denn das verflixte Ding sollte nicht nur weichen sondern auch weiter zu Ruhm und Ehre gereichen. Weiche, weiche, Wotan weiche... Die innerliche Beschwörung hilft und erlöst mich. Na endlich, jetzt Die Mondgleiter schnappen und dann nur noch schnell die Nippel durch die Lasche ziehen. Dabei gilt: Bloß nicht knicken, sonst kann ich die Rundenjagd knicken. Loslaufen und kritisch ins Innerste lauschen. Bringt die ganze Aktion den gewünschten Erfolg? War das ewige Herumgefummele und beinah Fingeramputation was wert?

Ich geb wieder Fersengeld und die selbigen erst mal Ruhe. Tatsächlich läuft es nun wieder wie geschmiert. Vorerst. Dann meldet sich das linke Knie ungefragt zu Wort. Oh no! Was soll das denn jetzt schon wieder. Bleibt mir heut nix erspart. Es sind doch erst lächerliche 45 km gelaufen und ich muss mir schon einreden das ganze Herumeiern würde hier eine Menge Spaß machen. Ich entsinne mich an der blöden Verkündung zu erwartender Großtaten und verfluche mich innerlich meiner Verblendung, die sonst üblichen maßlosen Untertreibungen diesmal sträflichst unterlassen zu haben. Warum nur, Warum? Wie soll ich mir und anderen ein Scheitern hier schön reden. Wettertechnische Gründe scheiden aus. Es herrschen einfach zu gute Bedingungen um einer verfrüht vollzogenen finalen Kurzschlureaktion Vorschub zu leisten. Wenn heut einer versagt dann bin das ich. Und nicht irgendwelche Klimakatastrophen, die unvorhersehbar, mit aller Gewalt über mich hereingebrochen sind. Alibi Ade. Wie komm ich aus der Nummer bloß wieder raus? Ohne mein Gesicht zu verlieren? Die Schmach meine selbst gesetzten Landmarken weit zu verfehlen sollte ich unter allen Umständen vermeiden.Mensch Maier. Noch fast nix auf der Habenseite und schon wird es zäh.

Weiter, weiter, immer weiter....


24 h-Lauf Dettenhausen "Ich habe es dir schon hundertmal gesagt....

Empfehlung gesucht: Uhr zum Laufen, Biken und Wandern

Hallo zusammen

Als Frau bin ich nicht wirklich technik-affin - nun habe ich zahlreiche Tests und Rezensionen gelesen, ganz überzeugt mich aber wirklich kein Modell.
Kann mir jemand von euch ein Gerät empfehlen, welches folgende Kriterien erfüllt:

MUSS-Kriterien:
- leicht und bequem
- GPS mit schneller Verbindung
- geeignet zum Wandern, Biken (Mountainbiken / Rennrad) und Joggen
- Software, die meinen Weg mit dem Fahrrad zur Arbeit und zurück erkennt und vergleicht (kann auch über vorgefertigte Route gehen o.ä.)
- lange Akkulaufzeit


KANN-Kriterien:
- Audio-Coach
- Herzfrequenzmessung NICHT über Brustgurt, sondern wie beim Fitbit Surge bspw. über die Uhr selbst
- Aktivitätstracker (Schritte, ...
- Trainingspläne

Nicht nötig:
- Wasserdicht (Regentropfen sollte sie aber aushalten)

Ich freue mich auf euer Feedback!

Viele Grüsse
Simone


Empfehlung gesucht: Uhr zum Laufen, Biken und Wandern